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INFO :::.: Auszug aus dem Buch "PETINGEN Historischer Bildband"


Texte français

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PETINGEN
Die Kirche von Petingen

Karl Martell hatte 723.der Abtei Sankt Maximin in Trier die Gebiete von Küntzig und Petingen geschenkt. In den Urkunden von St. Maximin wird Petingen erstmals 1023 erwähnt. 1140 ist eine weitere Eintragung erfolgt. Das ganze Mittelalter hindurch gehört das kleine Dörfchen Petingen zur Pfarrei Küntzig. Einige Gehöfte zählten allerdings zur Pfarrei Oberkerschen und der "Bardenburger Hof" (Dickes Batty), der zum Petinger Nonnengut gehörte, war der bedeutenste Besitz, den die Gräfin Margareta von Luxemburg dem Kloster Clairefontaine (Bardenburg) geschenkt hatte.

Der Kirchenpfad, den die Gläubigen nach Küntzig zur Pfarrkirche benutzten, ist noch "im Schak" teilweise erhalten und mit dicken Steinen gezeichnet.

Der besass eine eigene Kapelle, die sich am unteren Ende des alten Kirchhofes gegenüber dem Hause Otto befand. 13 Stufen führten zum Eingang der Kapelle hinauf (heute Autoparkplatz).
Kirchlich war Küntzig, und damit auch Petingen, dem Dekanat Arlon und dem Bistum Merz unterstellt. Bis 1805 gehörte Petingen zur Pfarrei Küntzig und 1806 bis 1808 war es der Pfarrei Niederkerschen zugegliedert. Dann wird das Dorf mit seinen 225 Einwohnern zur eigenen Pfarrei erhoben.
Interessant sind die Berichte der Pfarrherren aus Küntzig: Im Jahre 1753 wurde das Schiff der Kappelle neu erbaut, gemäss Bericht des Pfarrers Joh. Friedrich Behm aus Küntzig.
Kappell vu Peiteng

Pfarrer Eschet aus Küntzig berichtet am 6 Oktober 1737:
Die Kappelle von Petingen ist abhängig vom Pfarrer von Küntzig. Patron derselben ist der hl. Hubertus. Auch das Kirchweihfest wird an dem Tage gefeiert. Es ist daselbst 1 Altar (konsekriert), 1Kelch mit silberner Kuppe und Patene, 2 Kaseln ( Messgewänder) mit dem Zugehörigen, 1 Glocke, ein eingefriedeter Friedhof und gedecktes Beinhaus, 1 silberne Monstanz und Ciborium.

Kierch vu Peiteng
Rue de léglise

P. Jos. Servais von Diedenburg (Thiaumont) war 1766 Kaplan und Schullehrer in Petingen. Aus dem Pfarrarchiv von Küntzig seien noch nachstehende Berichte des Pfarrers N. Bontemps aus den Jahren 1786 weitergegeben:

"Petingen, dependiert von Küntzig, bestehend in 200 Seelen. Der Weg ist sehr schlimm dahin, 5 viertelstunden entlegen. Jährlich muss ich etlichemahl hingegen. wegen allerlei Pastorsdiensten, bald zu Pferdt, bald zu Fuss. Es liegt zwischen dem Gewässer."

"Petingen, ein mir zughörendes Dorff mit schlimmen Weg, liegt eine Stunde von der Pfarrkirche, bestehet in 36 Feuerstelle, (2 bezw. 3 gehören zur Pfarrei Oberkerschen) und 200 christl. kath. Sellen. Im Winter wan es nur etliche Tage regnet, so gehet das Wasser dem Pferd bis an die Pantz."

"In Petingen ist Johannes Baptista Schnock, gebürtig von Didenburg, alt 67 Jahre, von der Geeinde ad 18 Reichthaler gedingt für Frühmess zu thun und für im Winter vermitz Bezahlung Schul zu halten".- "Damit er für sie Sonntag und Feyertags die Mess nach ihrer Gemächlichkeit lesen und Nachmittags entweeder Vesper oder Rosenkranz halte. Er bekombt noch fünff Reichsthaler auss der Fabrique, damit er im Winter selbst oder durch einen anderen die arme Kinder in der Schul umsonst lehre."

"Petingen, Probstei Luxemburg, bestehet in 36 Feuer und in 200 christcath. Sellen. – 34 Feuer gehören zu der Pfarrei Küntzig, 2 Feuer zu der Pfarrei O'kersche, das ganze Dorf ist Arler Dekanat. – Bis afu Küntzig in die Pfarrkirche ist es eine guter Stunde durch schlimmen etlichmahl im Winter zu Fuss unbrauchbarer Weg. Im Winter wann der Schnee abgeht oder was es stark regnet, ist der Weg zu fuss wegent Morast ung Gewässer etlichmahl unbrauchbar.zu Küntzig den 30.11.1786."


Die Kapelle von Petingen wurde im Jahre 1845 um 2,5m erbreitet. 20 Jahre später wurde unter Bürgermeister Kirpach beschlossen, ein neues Gotteshaus zu bauen.
Die Pläne dazu entwarf Distriktingenieur A. Hartmann aus Diekirch (1865), und am 13.3.1866 wurden die Arbeiten an die billigsten Submittenten Jacques Bodson Landwirt aus Niederkorn und Jos. Logelin, Maurermeister aus Differdingen vergeben. (Hêmecht 1957. Dr. R.M. Staud und Jos Reuter S 120)
Der Verkauf von Minettekonzessionen ergab die Summe von 33.000 Fr. Baron Alphonse Nothomb hatte die beträchtliche Summe von 20.000 Fr zur Verfügung gestellt unter der Bedingung eine ewige Grabkonzession zu erhalten. Im Brief vom 29. Juni 1865 fragt der damalige "Minister" E. Simons, ob die Gemeindverwaltung über keine weiteren Geldsummen verfüge als die Schenkung von "Sieur Alphonse Nothomb" (siehe Urkunde). Der Staat stellte eine weitere Summe von 6.000 Fr zu Vergügung. Nach vielen Schwierigkeiten war die Kirche 1869 fertig.
Die Einsegnung fand 1870 statt. Damals zählte Petingen 348 Einwohner in 74 Häuser.

Durch den Ausbau der Eisenindustrie, nahm die Ortschaft Petingen rasch an Bedeutung zu. Die Einwohnerzahl stieg sprunghaft an, und eine Vergrösserung der Pfarrkirche wurde geplant. Die Pläne wurden von den Architekten König aus Luxemburg und Depollo aus Petingen gezeichnet. Dem Unternehmer Podesta wurden die Arbeiten für 62.000 Fr zugesprochen. Im Januar 1916 wurde das alte Chorteil abgebrochen und am 7. Mai legte Dechant Nommesch aus Bettemburg den Grundstein zum Ausbau der Kirche. Am 30. September 1917 konnte die Einsegnung stattfinden.

Die letzte Neugestaltung der Pfarrkirche wurde 1971 unter Pfarrer Arthur Reckinger beschlossen. Der Innenausbau sollte der neuen Lithurgie angepasst werden. 1975 konnte die wirklich gelungene Restaurierung unter Pfarrer Camille Eischen abgeschlossen werden. Das amtierende Komitee bestand aus folgenden Mitgliedern: Architekt Armand Welter, den beiden genannten Pfarrern und den Herren René Felten, Ernest Poensgen, Johny Betz und Jos Peiffer.

 

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